Schule, ade!

Schule ... ein Thema, dass mit Hunden und Apple im Besonderen erst einmal nicht viel zu tun haben scheint (, wenn man von der Hundeschule einmal absieht). Bei uns jedoch war der Schulalltag und das damit verbundene Zeitmanagement die letzten 2 Jahre für mein Zusammenleben mit Apple maßgeblich.  Nach Abschluss der Mittelstufe zog sie bei uns ein, stellte unseren Alltag auf den Kopf und zeigte mir zum ersten Mal was es heißt Verantwortung für ein Lebewesen zu tragen.

Erster Tag im neuen Zuhause
Erster Tag im neuen Zuhause

Die ersten Wochen, die ich alleine mit Apple Zuhause verbracht habe, waren um Einiges anstrengender als gedacht. Apple, wie Welpen das eben so tun, folgte mir vom ersten Tag an auf Schritt und Tritt ... wenn ich es ihr erlaubt hätte, wäre sie sicher auch mit auf die Toilette gekommen. Zu Beginn war ich mit diesem Verhalten so überfordert, dass ich den halben Tag in der Küche verbrachte, dem einzigen Raum im Haus, in den Apple nicht hineindarf. Apple legte sich dann mit Vorliebe genau auf die Türschwelle - sie kam also selbst dann so nah wie möglich an mich heran.

Pubertierender Junghund
Pubertierender Junghund

Durch einige Internetrecherchen habe ich herausgefunden, dass dieser sogenannte "Welpenblues" ein relativ häufiges Phänomen ist, das meist ebenso schnell verschwindet wie es auftaucht. Und so war es dann auch: Nach wenigen Tagen hatte ich mich an die Verantwortung und das ständige "Verfolgtwerden" gewöhnt. Mit den Wochen und Monaten klappte unser Zusammenleben immer besser, bis sich eine neue Routine einstellte. 


Durch das Kurssystem in der Oberstufe hatte ich (zumindest eingeschränkt) die Möglichkeit meine Kurse so zu legen, dass Apple nie zu lange alleine Zuhause war. In den ersten Monaten, in denen Apple noch nicht so lange einhalten konnte, haben mich meine Eltern an den Vormittagen allerdings oft unterstützt. 


Die ersten Reisen kamen, Klassenfahrten u.ä., auf die ich Apple nicht mitnehmen konnte. Obwohl ich Apple während dieser Tage sicher bei meiner Familie aufgehoben wusste, fiel es mir immer schwerer sie zurückzulassen. Mittlerweile plane ich die meisten Reisen und Urlaube so, dass Apple mitkommen kann - demnächst zum Beispiel geht es gemeinsam mit einer Freundin und Apple zum Wandern in den Harz :).

Wandern auf den schneebedeckten Bergen um den Tegernsee
Wandern auf den schneebedeckten Bergen um den Tegernsee

Dieses Frühjahr dann neigte sich meine Schulzeit dem Ende zu. Die Osterferien stellten den Beginn der Abiturvorbereitungsphase dar, in der kein Unterricht mehr stattfand und man sich Zuhause auf die anstehenden Abiturprüfungen vorbereiten sollte. Für das Zusammenleben mit Apple bedeutete diese Veränderung natürlich eine große  Erleichterung: Sie musste nicht mehr, nicht einmal am Vormittag, alleine Zuhause bleiben. 

Auf dem Weg zum Abiball
Auf dem Weg zum Abiball

Mittlerweile sind die Prüfungen geschafft, die endgültige Abiturnote ist bekannt und die Bewerbungen an die Universitäten sind längst verschickt. Für Apple und mich beginnt mit dem Studium ein neuer Lebensabschnitt, in dem ich den Alltag mit Hund neu sortieren und einen neuen Rythmus finden muss. Der Gedanke an etwaige Auslandssemester ohne Apple, an lange Tage an der Uni und an die vielen Veränderungen machen mir zwar etwas Angst, bedeuten aber auch neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt. 

Wenn ich jetzt an meine Zukunft denke, dann denke ich immer auch an Apple. Sie ist ein fester Bestandteil meines Lebens geworden und bedeutet für mich wohl das, was gemeinhin "Seelenhund" genannt wird. Sie längerfristig oder gar endgültig bei meiner Familie zu lassen und somit nicht mehr bei mir zu haben, ist für mich ein unerträglicher Gedanke. 

Aus diesem Grund bin ich unheimlich froh darüber, vor Kurzem die Zusage für einen Studienplatz in meiner Heimatstadt Berlin bekommen zu haben.

In Zukunft also werde ich hier von meinen (hoffentlich positiven) Erfahrungen als Studentin mit Hund berichten können.

Ich freue mich darauf!